Bangkok & Koh Samui – Teil 2: Koh Samui

Von Bangkok nach Koh Samui

Unser dritter Tag in Thailand war zugleich unser letzter Tag in Bangkok.

Morgens, beim Frühstück im Restaurant in der 52. Etage, konnten wir in der Zeitung dabei zum ersten Mal Hinweise auf die Demonstrationen lesen, die in Bangkok in den folgenden Wochen und Monaten teilweise gewalttätige Ausschreitungen zur Folge hatten.

Wir bekamen allerdings – mal abgesehen vom Artikel auf der Titelseite der Bangkok Post – von den Protesten nichts weiter mit.

Vom Hotel aus haben wir uns ein Taxi genommen und uns bis zur Station Phaya Thai, von wo aus wir dann mit dem Bangkok Suvarnabhumi Airport Rail Link zum Flughafen gefahren sind: die Fahrt war nicht nur günstiger und komfortabler, sondern auch schneller als der Transfer zwei Tage zuvor. Beim nächsten Aufenthalt in Bangkok werden wir wohl gleich auf den Zug zurück greifen.

Wir waren, wie üblich, eher etwas früh am Flughafen, hatten somit aber noch genügend Zeit, nach ein paar Souvenirs zu suchen, sowie uns in die Abflug-Lounge von Bangkok Airways zu setzen. Diese steht allen Passagieren offen, ist sicherlich nicht unbedingt als luxuriös zu bezeichnen, aber es gibt Getränke, kleine Snacks und einen kostenlosen Internet-Zugang per WLAN.

Etwa 45 Minuten vor dem Abflug wurden wir zum Gate gerufen, leider mal wieder eine Außenposition, also Fahrt per Bus zum Flugzeug. Wirklich weit war die Strecke aber nicht, insofern saßen wir schon wenige Minuten später in unserer Maschine.

Nachdem wir mit dem Flugzeug dann von einem Ende des Flughafens bis an das andere Ende gerollt waren, befanden wir uns endlich auf der Startbahn und verließen, nur kurz nach der planmäßigen Zeit, Bangkok in Richtung Süden.

 

Der erste Sonnenuntergang

Nach unserer Ankunft auf Koh Samui haben wir erst ein bisschen auf unseren Transfer warten müssen, wurden dann aber auf direktem Wege zu unserem Hotel, dem Paradise Beach Resort am Mae Nam Beach, gebracht. In unserem Zimmer wurden wir mit einem schönen Blumen-Arrangement auf dem Bett begrüßt:

Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten, ging es auch fast direkt schon zum Abendessen – aber zunächst konnten wir noch unseren ersten Sonnenuntergang an unserem Reiseziel genießen.

 

Big Buddha

Nach ein paar Tagen Erholung am Pool…

… beschlossen wir, uns auf einen ersten Ausflug zu begeben. Unser Ziel war der Big Buddha, eine riesige Statue, die sich auf einer kleinen vorgelagerten Insel befindet.

Von unserem Hotel aus fuhren wir mit einem Taxi bis direkt auf die Insel (diese ist durch einen Damm mit der Hauptinsel verbunden) und vereinbarten eine Abholzeit für die Rückfahrt.

Als erstes machten wir uns daran, zur Statue hinauf zu gehen. Am Fuße der Treppe waren wir uns nicht wirklich sicher, ob wir die Schuhe hier schon ausziehen müssten, wobei wir auf Nummer sicher gingen und sie auszogen, genau wie einige Thailänder, die auch gerade auf die Treppe zusteuerten. Ein vorbei gehender Mönch signalisierte allerdings, dass dies erst am oberen Ende der Treppe nötig sei, scheinbar auch deswegen, da die Treppe in der Sonne teils ziemlich heiß wird.

Als wir oben angekommen waren, hörten wir ein Flugzeug, welches sich der Statue näherte: dadurch, dass ich auf dem Flug von Bangkok am Fenster gesessen hatte, wusste ich schon ungefähr, was jetzt kommen würde, und tatsächlich, wenige Sekunden später flog ein A320 der Bangkok Airways gefühlt nur wenige Meter über die Statue hinweg. Es sollte nicht das einzige Flugzeug bleiben…

Um die Renovierungsarbeiten zu unterstützen haben wir noch etwas gespendet, dafür durften wir unsere Namen auf einem Dachziegel für eines der Gebäude hinterlassen.

Nach dem Rundgang um die Statue gingen wir noch durch ein paar Geschäfte vor der Statue, ließen uns dann noch von Fischen etwas Hornhaut von den Füßen knabbern, bevor wir von unserem Taxi wieder abgeholt und ins Hotel zurück gebracht wurden.

 

Chaweng Beach

Nachdem wir am Vortag schon einen Ausflug unternommen hatten, entschieden wir uns auch an diesem Tag dafür, nicht die ganze Zeit im Resort zu verweilen – wir waren ja auch her gekommen, um etwas von der Insel zu sehen.

Also meldeten wir uns für den kostenlosen Shuttle-Bus vom Hotel nach Chaweng Beach an, um uns dort einmal umzusehen.

Der eigentlich sehr schöne Sandstrand war leider auch ziemlich voll, nicht gerade ideal für Erholung. Allerdings reihten sich hier zahlreiche Massage-Liegen am Strand entlang, wo Massagen für einen wirklich sehr günstigen Preis angeboten wurden. Wir entfernten uns erst einmal wieder vom Strand und gingen die Hauptstraße entlang. Wir besuchten das eine oder andere Geschäft, fanden einige Zeit später ein Sushi-Restaurant für das Mittagessen, gingen danach die Hauptstraße wieder zurück und blieben an einem Massage-Salon stehen, der uns gefiel. Wir entschieden uns für eine Kopf- und Fuß-Massage, die wir dann noch um eine Fuß-Intensiv-Massage und Hornhaut-Behandlung erweiterten… es war jeden Cent wert…

Danach fanden wir uns wieder am Treffpunkt für die Rückfahrt zu unserem Resort ein und nahmen den nächsten Bus zurück.

 

Der Tag neigt sich dem Ende zu…

… und die Sonne verschwindet langsam hinter dem Horizont…

 

… und ein neuer Tag beginnt

… wie jeder Tag beginnt: mit dem Sonnenaufgang. Nur, dass Sonnenaufgänge am Wasser oft einfach noch eine Spur schöner sind, als im Inland.

 

Die Flora & Fauna im Resort

Wie bei den meisten Resorts, war auch das Paradise Beach Resort reichlich bepflanzt – zahlreiche farbenfrohe Blüten waren zu bewundern. Außerdem konnten wir täglich einigen Vögeln bei ihrem lustigen Treiben in der Nähe der Bar sowie beim Restaurant zusehen.

 

Ein abendlicher Strandspaziergang

Wo kann man den Sonnenuntergang besser genießen als bei einem kleinen Spaziergang am Abend…

Nach dem Spaziergang haben wir uns dann noch einige Zeit an die Bar gesetzt, den Sonnenuntergang beobachtet und Cocktails genossen, bevor es dann weiter zum Abendessen ging.

 

Bophut – The Original Fisherman’s Village

Zwei Tage später war es mal wieder Zeit für einen Spaziergang.

Von unserem Resort aus ging es an der Straße entlang nach Osten, nach Bophut. Auf dem Weg kamen wir an dem einen oder anderen kuriosen Schild vorbei, aber auch an zahlreichen Geschäften, in denen schöne Statuen Schreine, Vasen oder Bilder verkauft werden – wenn nur das zusätzliche Gepäck im Flugzeug nicht so teuer wäre…

Der Steg, komplett aus Holz gebaut, hatte es mir schon angetan, dagegen war die schwimmende Variante aus Plastik daneben schon ziemlich gruselig, vor allem, weil sie sich an die Form der Wellen anpassend ständig bewegte. Da drüber auf ein Boot einzusteigen wäre wirklich gar nichts für mich gewesen – aber wir waren ja auch nicht hier, um eine Bootsfahrt zu unternehmen.

Nachdem wir ein gemütliches Restaurant für ein kleines Mittagessen gefunden hatten, gingen wir weiter durch die Straßen, dieses Mal etwas näher am Strand entlang. Die zahlreichen Touri-Geschäfte mit ihren Unmengen an Postkarten, Souvenirs in allen Formen und Farben, sowie kleinen und größeren Restaurants (gelegentlich auch mobil) waren nicht wirklich überraschend. Überraschend war dann allerdings der Briefkasten, der an mehreren Stellen den Hinweis „Decoration“ trug: ein Deko-Briefkasten? Kommt mir etwas unsinnig vor – ich möchte gar nicht wissen, wie viele Postkarten und Briefe von Touristen bereits dort drin gelandet sind.

Am Ende vom „Fisherman’s Village“ kamen wir dann in der Höhe der Go-Kart-Bahn wieder auf die Hauptstraße zurück und traten den Heimweg an.

Unterwegs kamen wir noch an zahlreichen „Tankstellen“ vorbei, wahrscheinlich eher für Mofas oder ähnliche kleinere Fahrzeuge gedacht: hier wird Benzin in alten Schnapsflaschen verkauft.

 

Eine Rundfahrt um Koh Samui

Unser letzter voller Tag auf Koh Samui war gekommen. Da wir bis zu diesem Zeitpunkt die Insel noch nicht wirklich erkundet hatten, wollten wir uns zumindest einen groben Überblick verschaffen, in dem wir eine Inselrundfahrt unternehmen. Immerhin wollten wir ja auch wissen, ob es sich lohnen würde, mal wieder her zu kommen, und um weitere Hotel-/Resort-Optionen dafür zu finden.

Vom Hotel aus haben wir uns dafür erst einmal wieder den Shuttle-Bus nach Chaweng geschnappt und sind dort nochmals etwas herum gelaufen. Da wir uns Chaweng aber ja auch schon ein paar Tage zuvor angesehen hatten, suchten wir uns ein Taxi, um weiter zu fahren.

Der Taxifahrer gab uns einen Preis für unsere nächste Station – Lamai Beach – und wir fuhren los. Kurz danach bot er uns im Gespräch dann einen Fixpreis für eine Rundfahrt um die Insel an: der Preis passte, wir akzeptierten und brauchten uns somit über die weiteren Abschnitte unserer Fahrt keine Gedanken mehr zu machen.

In Lamai Beach, unserer ersten Station, haben wir uns erst einmal Zeit genommen, um am Strand entlang zu gehen. Auch hier waren, wie in Chaweng, wieder zahlreiche Massage-Plätze vorhanden, die allerdings in der Vor-Saison nicht wirklich ausgelastet waren. Der Strand von Lamai gefiel uns deutlich besser als der von Chaweng, es wirkte hier etwas ruhiger und nicht so überfüllt. Ob das abends oder in der Hochsaison auch noch so aussieht, ist dann sicher eine ganz andere Frage.

Nachdem wir am südlichen Ende vom Strand angekommen waren, gingen wir durch den Ort wieder zurück und trafen uns alsbald wieder mit unserem Fahrer. Nächstes Ziel: die Laem Sor Pagode.

Diese kleine, aber auch sehr schöne, Pagode fast ganz am südlichen Ende von Koh Samui liegt etwas versteckt, wären wir selbst gefahren, hätten wir sie bzw. die Einfahrt wahrscheinlich übersehen. Zumindest erinnere ich mich nicht mehr daran, ob es eine Ausschilderung gegeben hat. Wenn man diese Pagode auf Google Maps finden will, darf man dort nicht nach „Laem Sor Pagoda“ suchen, sondern nach „Lameso Pagoda“. Denke, da ist was schief gegangen…

Weiter ging es für uns dann nach Ban Na Thon, der Hauptstadt der Insel. Nicht unbedingt die schönste Ecke, aber einen kurzen Stopp doch wert. Da in unserem Fall allerdings das Wetter langsam aber sicher schlechter wurde, sind wir nur ein bisschen durch die Straßen gelaufen, bevor wir uns wieder mit unserem Fahrer getroffen haben.

Von hier aus führte uns die Fahrt dann direkt wieder zu unserem Resort zurück. Fazit: die Insel ist definitiv einen weiteren Besuch wert…

 

Abschied von Koh Samui

Unser Abschiedstag begann mit etwas, wovon wir in unserer Zeit in Thailand nur sehr wenig gesehen hatten: Regen.

In einer Regenpause bin ich nochmals durch das Resort gegangen, um noch ein paar letzte Eindrücke einzufangen, den Blick durch die Bucht, oder zur gegenüber liegenden Insel Ko Pha-ngan sowie auf das aufgewühlte Meer.

Am Nachmittag wurden wir dann wieder zum Flughafen zurück gefahren: nachdem wir eingecheckt hatten, hatten wir noch etwas Zeit, die wir im einigermaßen komfortablen Warteraum verbracht haben. Auf einem Fernseher liefen dabei Nachrichten, wo über die zunehmenden Proteste in Bangkok berichtet wurde.

Bald wurde dann auch unser Flug mit Bangkok Airways nach Kuala Lumpur aufgerufen. Nach dem Start hatte ich nochmals einen herrlichen Blick auf den Süden der Insel, kurz darauf gefolgt von einem spektakulären Sonnenuntergang.

Bei unserem Anflug auf Kuala Lumpur flogen wir an zahlreichen Gewitterzellen vorbei, es wurde auch wieder etwas „holprig“ im Anflug. In Kuala Lumpur hatten wir circa 3 Stunden Aufenthalt, der durch einen verspäteten Abflug in Richtung Frankfurt dann noch um etwa eine Stunde verlängert wurde. Gegen 1 Uhr morgens starteten wir dann in Richtung Frankfurt, wo wir etwas über 13 Stunden später wohlbehalten eingetroffen sind.

 

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