Augsburg – Dom & Puppenkiste

Zum Abschluss des Jahres hatten wir uns mal wieder eine Städtereise ausgesucht, das Ziel sollte eine Stadt sein, die wir beide noch nicht besucht hatten, sie sollte in bis zu 3 Stunden Zugfahrt erreichbar sein und, natürlich, auch sehenswert sein. Die Wahl fiel auf Augsburg.

Ein bisschen fristet die Stadt Augsburg ein Schattendasein, im Schatten der größeren und bekannteren, nur ca. 30-45 Zugminuten (je nach Art des Zuges) entfernten Stadt München. Aber aus irgend einem Grund waren wir uns sofort einig, dass wir noch dorthin wollten, bei mir lag das vielleicht auch noch immer an der Erinnerung, dass ich ja 2004 selbst ein paar Monate in der bayerischen Landeshauptstadt gelebt hatte. Seither zieht es mich überhaupt nicht mehr dorthin zurück.

Dann noch schnell ein Hotel gesucht, eigentlich wollten wir das Steigenberger Drei Mohren buchen, aber die gute Rate, die wir noch ein paar Tage vor der endgültigen Buchung gesehen hatten, war nun nicht mehr verfügbar. Daher fiel die Wahl auf das Dorint An der Kongresshalle.

Die Lage des Hotels war für eine kurze Städtereise nicht optimal, von der Innenstadt gesehen lag es auf der Rückseite des Hauptbahnhofs. Wir bekamen zwar auch Fahrkarten, mit denen wir von der nahe beim Hotel gelegenen Haltestelle per ÖPNV in die Stadt hätten fahren können, aber wir laufen dann ja doch lieber. Die Strecke war auch nicht wirklich weit – aber eben weiter, als man es sich wünscht, wenn man sich nochmals kurz zum Abendessen in die Stadt begeben möchte.

Das Hotel befindet sich im „Augsburger Hotelturm“ – einem der 10 höchsten Gebäude in Bayern, welches jedem, der schon einmal in Chicago war, sofort bekannt vorkommen wird: das Vorbild waren die dortigen Marina City Türme.

Wie üblich sind wir auch in Augsburg zunächst wieder einmal ohne definiertes Ziel durch die Stadt gelaufen, wobei wir im Bereich um den Rathausplatzes dann auch noch etwas Geld in dem einen oder anderen Geschäft gelassen haben. Leider wurde in der Stadt zum Zeitpunkt unseres Besuches auch recht viel gebaut, aber das wirkte sich auch im Wesentlichen in der Form aus, dass die Fußwege nich in voller Breite zur Verfügung standen – konnte man also auch verkraften.

Vom Dom aus sind wir dann wieder umgekehrt und in die Stadt zurück gegangen, um uns zunächst einmal zum Mittagessen hinzusetzen.

Am Abend stand dann noch ein Highlight auf dem Programm: eine Vorstellung der Augsburger Puppenkiste. Zeit für das Museum der Puppenkiste hatten wir zwar nicht, aber bei unserem nächsten Besuch in Augsburg werden wir uns die Zeit nehmen.

Ursprünglich hatten wir die Vorstellung von „Frau Holle“ gebucht – nur fiel uns dann ein bisschen später auf, dass wir eine Vorstellung am Sonntag rausgesucht hatten, zu einem Zeitpunkt, an dem wir schon fast wieder zurück in Frankfurt sein würden. Also haben wir dann noch zusätzlich Karten für die Vorstellung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ gebucht – und es war den Besuch definitiv wert.

Wie auch Augsburg selbst – die Stadt wird oft unterschätzt, wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.

Schreibe einen Kommentar