Indien & Nepal 2012: Der Garten der Träume, der Albtraum Straßenverkehr – und der Abschied von Kathmandu

Der Garten der Träume, der Albtraum Straßenverkehr – und der Abschied von Kathmandu

Der „Garden of Dreams“ wurde im Jahr 1920 von Feldmarschall Kaiser Sumsher Rana angelegt, der Garten galt lange Zeit als einer der schönsten und kultiviertestenprivaten Gärten. Geplant und erbaut wurde der Garten vom Architekten Kishore Narshingh, der Garten wurde ein Ensemble aus Pavillions, Fontänen, Verandas und Pergolas. Heute existiert nur noch etwa die Hälfte des früheren Gartens, nachdem der Garten lange Zeit in Vergessenheit geraten und bereits komplett verwildert gewesen ist: lange Zeit hat sich niemand um die Pflege gekümmert, bis – um die Jahrtausendwende herum – ein in Nepal lebender Österreicher den Garten per Zufall entdeckte und ihn vor dem völligen Zerfall – bzw. auch den Abriss einiger Gebäude – verhinderte.

http://www.gardenofdreams.org.np/

http://oe1.orf.at/artikel/211907

http://en.wikipedia.org/wiki/Garden_of_Dreams

 

Heute ist der „Garden of Dreams“ eine kleine Oase der Ruhe an der Ecke der Straßen Kanti Path und Tredevi Marg – beides keine kleinen und ruhigen Straßen: hier wirkt es fast den ganzen Tag so, als wenn gerade Rush Hour wäre.

Der Straßenverkehr in Kathmandu ist auch wieder nichts für schwache Nerven – bei der Überquerung einer Straße muß man, selbst auf einem offiziellen Fußgängerüberweg, schon dazu in der Lage sein, notfalls auch mal einen kleinen Zwischensprint einzulegen, wenn dann doch wider Erwarten Autos oder Motorräder plötzlich aus einer weiteren Richtung auf einen zu rasen… abseits regulärer Fußgängerüberwege sollte man das Überqueren einer Straße überhaupt nur dann versuchen, wenn es sich nicht um eine Hauptstraße handelt.

Nach unserem Aufenthalt im „Garden of Dreams“ haben wir in Thamel noch ein paar Souvenirs eingekauft, sowie uns mit ein paar Tees eingedeckt – wahrscheinlich haben wir, trotz Handelns, Touristenpreise gezahlt, aber günstig war es trotzdem.

Auf dem Weg zurück zum Hotel haben wir zunächst den an diesem Morgen frisch angebrachten Schriftzug an der Mauer gegenüber dem Pass-Amt bewundert – die Schrift wirkte wie mit dem Lineal und Schablonen geschrieben, war aber komplett freihändig angebracht worden. Ein paar Schritte weiter fiel unser Blick dann in die Kronen der Bäume auf der anderen Straßenseite, auf der wir normalerweise gegangen sind – und prompt fielen uns dort die vielen Vögel auf, und etwas, was zunächst aussah wie dutzende in den Bäumen hängende Plastiktüten: es waren Flughunde, die hier – am Rande einer stark befahrenen Hauptstraße – den Tag schlafend in den Bäumen verbringen.

Es war aber zugleich auch unser letzter voller Tag in Kathmandu, den nächsten Tag haben wir noch im Garten unseres Hotels ein paar Stunden Ruhe genossen, bevor wir am frühen Nachmittag dann von unserem Transferfahrer abgeholt und zum Flughafen gebracht wurden. Nach dem Check-In und den üblichen Ausreiseformalitäten warteten wir dann noch einige Zeit, bis unser Flugzeug aus Muscat eintraf.

Aus Kathmandu starteten wir mit einer leichten Verspätung bei gutem Wetter und Temperaturen im Bereich von 30 Grad, bei der Zwischenlandung in Muscat – nach etwa 4 Stunden Flug mit fast permanenten kleineren Turbulenzen – war die Temperatur schon nur noch bei etwa 20 Grad und Regen, als wir dann am nächsten Morgen in Frankfurt eintrafen, war alles „Grau in Grau“, die Temperatur war auf circa 6 Grad runter… Europa hatte uns wieder zurück…

Schreibe einen Kommentar