Indien & Nepal 2012: Morgens auf dem Ganges

Der nächste Tag fing für uns fast genau so an, wie der letzte aufgehört hatte – mit einer Bootsfahrt auf dem Ganges.

Zunächst ging es wieder vom Manmandir Ghat aus flussabwärts an zahlreichen Ghats vorbei, wobei wir Menschen beim rituellen Bad im Ganges beobachten konnten, aber auch ganz „normale“ Tätigkeiten, die tagtäglich an den Ufern stattfinden: hier wird Wäsche gewaschen (wobei wir bei dem Anblick die Hoffnung hatten, dass die Bettwäsche und Handtücher aus unserem Hotel hier nicht dabei waren), hier putzen sich Menschen die Zähne (tatsächlich mit Wasser aus dem Ganges!), hier wird meditiert, man sieht Gruppen beim morgendlichen Yoga, aber auch Jogger, Spaziergänger und Menschen, die einfach eine Runde mit dem Hund raus gegangen sind.

Als nächstes ging es flussaufwärts, wieder vorbei am Manmandir Ghat und weiter bis zum Manikarnika Ghat, der Stelle, an der die religiöse Zeremonie der Leichenverbrennung stattfindet: hier, und nur hier, wird die Seele des Verstorbenen direkt aus dem Zyklus von Tod und Wiedergeburt herausgenommen – ein Zustand der Moksha oder Mukti genannt wird – das Höchste der Lebensziele, die es im Hinduismus zu erreichen gilt.

Natürlich gilt hier, nicht zuletzt auch aus Respekt den Toten sowie den Angehörigen gegenüber absolutes Fotoverbot, sofern man nicht ganz explizit von jemandem dazu die Erlaubnis bekommt. Leider wird auch dieser Respekt von vielen nicht gezeigt, vom Ganges aus sowie auch später von Land aus wurde von vielen fotografiert, wenn auch verhaltener als an anderen Orten.

Wieder an Land ging es dann zu Fuß durch die engen Gassen von Varanasi zu einer Bäckerei, wo wir frühstücken konnten, und weiter zu dem Markt, an dem wir wieder eine Rickshaw finden konnten, um weiter nach Sarnath zu fahren.

http://en.wikipedia.org/wiki/Manikarnika_Ghat

http://de.wikipedia.org/wiki/Moksha

http://www.varanasicity.com/manikarnika-ghat.html

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