El Gouna: Oase mit einem bisschen Disneyland-Feeling

Da wir im Büro mal wieder von einer Projektphase in die nächste rutschten, zwischenzeitlich aber nicht wirklich viel Erholungszeit hatten, planten wir mal wieder eine Auszeit. Genau im richtigen Moment fanden wir ein Angebot für ein Hotel in Ägypten, und zwar in El Gouna. Zunächst sagte uns dieser Ortsname nichts, aber nach ein bisschen Recherche sah es nach einem Ziel aus, wo man sich ausruhen könnte. Am Roten Meer gelegen, per Flugzeug nonstop von Frankfurt aus erreichbar, eine recht kurze Flugzeit von etwa 4 1/2 Stunden und das Versprechen von Sonne waren überzeugend genug.

Unsere Flüge haben wir separat bei der Condor gebucht, da das Hotel zu diesem Zeitpunkt nur ohne Flug erhältlich war, danach haben wir uns noch gemütliche Sitze im Flugzeug reserviert und die Buchung für das Hotel inklusive Transfer vom Flughafen zur etwas über 20 Kilometer nördlich von Hurghada gelegenen Ortschaft.

Nach unserer Landung in Hurghada wurden wir am Flughafen bereits vom Transferfahrer erwartet. In den Kleinbus wurden noch einige weitere Gäste hinein geschoben, schon ging es los. Zunächst mitten durch Hurghada, vorbei an zahlreichen Hotels, wo die meisten anderen Gäste nach und nach ausgestiegen sind. Der Ort selbst war, freundlich umschrieben, nicht ganz das, was wir uns unter einem perfekten Ort für einen Erholungsurlaub vorgestellt hätten, aber die Hotels machten großteils schon einen sehr schönen Eindruck.

Nachdem wir am letzten Hotel in Hurghada gehalten hatten ging es auf die Landstraße in Richtung Norden, weiter in Richtung El Gouna.

Als wir die Straße verließen, ging es zunächst durch ein recht auffällig bewachtes Tor, dann nochmals eine Strecke weiter durch die Wüste, bevor wir den Ferienort erreichten.

 

Die Anlage

Nachdem wir durch das Eingangstor gefahren waren folgte erst nochmals eine Strecke weiter durch die Wüste, bevor wir den Ferienort erreichten. Dieser ist um ein recht weit verzweigtes Straßen- und Kanal-System herum gebaut. Durch das überall präsente Wasser wachsen hier viele Blumen, Pflanzen, Bäume, Palmen und Gras, welche nur eine kurze Strecke entfernt undenkbar wären. Sehr viel davon dürfte aber auch der künstlichen Bewässerung zu verdanken sein, denn die Kanäle und Flüsse in El Gouna sind direkt mit dem Roten Meer verbunden, und somit aller Wahrscheinlichkeit nach sehr salzhaltig. Probiert haben wir es nicht…

Hinzu kommt natürlich auch, dass sich eine Armada von Gärtnern permanent um die Begrünung der Anlage kümmert.

Zunächst fährt man noch durch eine Art „Villen-Vorort“, da El Gouna nicht nur zahlreiche Hotels sondern auch (Ferien-)Häuser für die mehr oder weniger betuchte Kundschaft. Hier gibt es mehrere Wohnviertel, die sich über die Lagunen-Landschaft verteilen.

 

Steigenberger Golf Resort

Am Ende des Transfers kamen wir nochmals an einem Kontrollpunkt an, dieses Mal war es die Zufahrt zu unserem Hotel, dem Steigenberger Golf Resort; kurz darauf standen wir am Eingang zur Rezeption. Einige Minuten später hatten wir die Schlüsselkarten in der Hand und sind, nachdem wir eine kurze Einweisung in das Layout des Hotels erhalten hatten, auf unser Zimmer gegangen.

Das Resort ist in den in El Gouna fast überall zu findenden rötlichen und sandigen Farbtönen gehalten, die Gebäude haben klare Linien. Hinter der Rezeption kam man zum Pool, neben dem sich auch das Hauptrestaurant befand. Über der Rezeption befand sich noch die Bar, von der aus man einen schönen Blick über das Hauptgebäude, den Pool und den umliegenden Golfplatz hat. Durch das Resort, dessen Gebäude zueinander recht verwinkelt gebaut wurden, führen zahlreiche Wege – erfreulicherweise findet man immer wieder Wegweiser, ansonsten hätte man sich an der einen oder anderen Stelle auch leicht verlaufen können. Umgeben ist das Hotel, wie der Name schon verrät, von einem Golfplatz sowie einem der vielen Wasserstraßen El Gounas.

Ein „Feature“ von El Gouna, welches wir erst nach ein paar Tagen zu nutzen begonnen haben ist, dass man sich aussuchen konnte, in welchem Restaurant man abends essen wollte: dabei standen nicht nur das Resrtaurant des eigenen Hotels zur Auswahl, sondern auch die der anderen Hotels. Das Ganze nannte sich dann „Dine around El Gouna“.

Je nachdem, welche Hotelkategorie man gebucht hatte, konnte man in den anderen Hotels mit oder ohne Aufpreis essen, wobei man bei einigen Hotels auch aus mehreren Restaurants wählen konnte. So haben wir zum Beispiel mehrfach im Mövenpick Hotel gegessen, aber eben immer in einem anderen Restaurant. Wir waren jedoch auch froh, dass wir nicht das Mövenpick als Hotel gebucht hatten, es schien dann doch etwas mehr auf Touristen-Massen abgestimmt zu sein. Im Steigenberger hatte man nie das Gefühl, dass man sich inmitten einer großen Menschenmasse befunden hätte.

 

Angsana Spa & der Golfplatz

Ja, ich gebe es zu: wir haben es uns gut gehen lassen.

Gleich am ersten Tag sind wir von unserem Hotel per Boot über den kleinen Teich übergesetzt, um dort ein paar Meter am Golfplatz entlang zu gehen, um dann im Spa anzukommen – im Angsana Spa.

Nach einem kurzem Studium der Massage-Auswahl hatten wir bereits unsere gewünschten Massagen gefunden und gebucht: mittags, also genau zu der Zeit, wo wir gerade im Spa angekommen waren, gab es eine „Happy Hour“ mit einem Rabatt von 50%, den wir uns natürlich nicht entgehen ließen.

Unbeschreiblich entspannende 90 Minuten später, nachdem wir nach der Massage noch etwas Ingwer-Tee getrunken hatten, verließen wir das Spa wieder. Statt nun aber direkt zum Hotel zurück zu kehren, verweilten wir noch etwas im zum Golfplatz gehörenden Restaurant.

 

Downtown & die Marina

Auch wenn wir praktisch jeden Tag im Spa waren und uns haben massieren lassen, so haben wir uns den Ort El Gouna natürlich auch angesehen.

Der sehr praktische Shuttle-Bus, der in recht kurzen Intervallen (je nach Linie alle 15 oder 30 Minuten) die verschiedenen Hotels mit dem Tamr Henna Platz verbindet, ist den Preis für das Ticket definitiv wert, insbesondere, wenn man am Abend in einem der weiter entfernten Hotels gut gegessen hat und nun nicht bei Dunkelheit den ganzen Weg zurück laufen möchte. Rein vom Sicherheitsgefühl her hätte man ohne Probleme auch laufen können, auch am späteren Abend – aber wir waren schließlich im Urlaub, und zumindest latent faul.

Um den Tamr Henna Platz herum befindet sich das, was in El Gouna liebevoll „Downtown“ genannt wird. Hier findet man Restaurants, Bars und Geschäfte aller Art, außerdem laufen hier alle Shuttle-Bus-Linien zusammen. Von hier aus kann man, auch wieder zu Fuß oder mit dem nächsten Bus, weiter zur Marina fahren. Auch um die Abu Tig Marina herum befinden sich weitere Restaurants, Cafés, Bars und Geschäfte, man kann hier aber auch einfach gemütlich durch die kleinen Straßen und Gassen wandern, das warme Wetter und den Sonnenschein genießen und sich ab und zu mal für einen Café oder Tee setzen.

Fazit: für einen Erholungsurlaub, bei dem man nicht erst 10 oder mehr Stunden fliegen muss, steht El Gouna bei uns definitiv auch für die Zukunft wieder auf dem Plan.

Kairo, Alexandria & El Alamein

Wie verbringt man 24 Stunden auf sinnvolle Art und Weise in Ägypten?

Man fliegt von Frankfurt nach Alexandria, nimmt sich dort ein Taxi und lässt sich als erstes zu den Pyramiden fahren…

… reitet dann einmal um diese herum, lässt sich dann vom Taxi weiter nach Kairo…

… und zum Ägyptischen Museum fahren um für etwa 1-2 Stunden dort die Schätze zu bewundern, danach gehts wieder mit dem Taxi weiter nach El Alamein…

… und zum Schluss wieder zurück nach Alexandria.

Dort dann noch ein gemütliches Abendessen, dann zurück zum Flughafen um wieder zurück nach Frankfurt zu fliegen.

Gesamtreisezeit ca. 30 Stunden – die Tour war genial.