Golden Gate on a Gloomy Day

Eine Woche in San Francisco

Das schöne an Dienstreisen ist, dass man sie gelegentlich auch für private Zwecke erweitern kann. Das funktioniert vielleicht nicht ganz so gut wenn das Ziel zwei oder drei Stunden entfernt liegt – aber wenn es sich am anderen Ende eines 12-Stunden-Fluges befindet, dann schon.

Erfreulich ist dabei natürlich auch, dass auch bei meinem Arbeitgeber darauf geachtet wird, dass man nicht erst 12 Stunden durch die Welt fliegt und danach direkt in einem Meeting sitzt.

Die Anreise

San Francisco kann man bekanntlich auf vielen Wegen erreichen. In meinem Fall fiel die Wahl auf den Nonstop-Flug von Lufthansa mit dem Airbus A380. Die A380 ist eines meiner bevorzugten Verkehrsflugzeuge, alleine schon wegen der Ruhe an Bord. Natürlich hängt auch das von den anderen Passagieren ab, aber solange einem die Triebwerke nicht permanent in den Ohren dröhnen ist, für mich, schon viel gewonnen.

So saß ich am Samstagvormittag am Flughafen und wartete auf meinen Abflug. Angenehm war, dass ich auf dieser Strecke die Premium Economy von Lufthansa ausprobieren konnte. Im Vergleich zur regulären Economy sind es zwar nur wenige Zentimeter, aber die machen einen erheblichen Unterschied. Das bessere Essen weiß ich zwar auch zu schätzen, brauche es aber nicht wirklich. Wichtig ist für mich der Platz, und für den bin ich auch bereit mehr zu zahlen. Die Business Class wäre mir zwar lieber, aber die liegt, bekanntlich, preislich dann doch meist nochmals eine ganze Ecke höher. Kurzum, für diesen Flug stand sie nicht zur Debatte.

 

An Bord

Mein Platz befand sich gleich in der zweiten Reihe des Flugzeuges, auf dem Hauptdeck. Das Oberdeck ist bei Lufthansa den teureren Klassen vorbehalten. Der Sitzabstand war sehr erfreulich, ermöglichte er es mir immerhin, mich sehr komfortabel in meinem Sitz zu positionieren. Zwischen meinen Knien und dem Sitz vor mir hatte meine (gespreizte) Hand platz, damit berührten der Daumen und der kleine Finger gerade einmal mein Knie bzw. den vorderen Sitz. Zusätzlich steht in der Mitte zwischen den Sitzen (an der Rückseite der vorderen Sitze) gleich beim Einsteigen für jeden Passagier bereits eine Flasche Wasser.

Nach dem Start aus Frankfurt ging es in Richtung Westen, nach einiger Zeit (ich schätze es war ca. eine Stunde) wurde das Mittagessen serviert. Ja, es ist eher Economy Class als Business Class Essen, aber, zumindest gefühlt, dann doch vom Niveau her etwas oberhalb dessen, was man sonst in der Economy Class bekommt.

Nach dem Essen habe ich etwas Musik gehört, einen Film geschaut, die Wolken beobachtet und geschlafen.

Kurz vor der Landung gab es dann doch ein kleines Highlight. Der Anflug führte uns von Norden auf die Stadt zu, zunächst sind wir noch, bereits über dem Pazifik, westlich an der Stadt vorbei geflogen. Das Ergebnis? Alle Passagiere mit Fensterplätzen auf der linken Seite hatten einen herrlichen Blick auf die Golden Gate Bridge.

Und auch wenn der Flug in der Premium Economy schon wesentlich komfortabler war als in der regulären Holzklasse: am Ende des Fluges war ich trotzdem soweit, dass ich mich auf mein Hotel und die Dusche gefreut habe.

 

 

Der erste Abend

Für den ersten Abend hatte ich mich mit einer ehemaligen Kollegin verabredet. Wir hatten fast 10 Jahre zuvor gemeinsam ein Projekt bei unserem damaligen Arbeitgeber geleitet, sie hatte die globale Projektleitung, ich war für Deutschland, Österreich und die Schweiz verantwortlich. Wir haben uns mit 4 anderen Ex-Kollegen, die zu diesem Zeitpunkt auch gerade in San Francisco zu Besuch waren bzw. im benachbarten Oakland leben, in einem kleinen Restaurant an der Bay Bridge getroffen und uns über die „Good old days“ sowie die „Bad old days“ unterhalten.

 

 

Stadterkundung 1

Den folgenden Tag habe ich genau so genutzt, wie ich meine Reisetage auf Städtereisen meist nutze: ich bin praktisch den ganzen Tag durch die Stadt gelaufen.

Von meinem Hotel am Union Square aus bin ich in Richtung Fisherman’s Wharf losgelaufen. Unterwegs habe ich Stops in China Town, am Coit Tower, der Lombard Street und einigen Punkten mit einer schönen Aussicht über die Stadt gemacht.

 

 

Stadterkundung 2

Am Nachmittag meines ersten Tages in San Francisco ist dann noch ein Kollege von mir angekommen, daher ist der zweite „freie“ Tag gleich nochmals zu einem Stadtrundgang geworden. Allerdings haben wir an diesem Tag auch noch ein paar Teile der Stadt angesehen, die ich am Vortag nicht besucht hatte.

 

 

Painted Ladies

Da wir an unserem letzten Tag mit Terminen bereits etwas früher fertig geworden sind, haben wir noch die Gelegenheit genutzt, nach der Rückkehr ins Hotel einen Ausflug zu den „Painted Ladies“ zu unternehmen. Diese farbenfroh gestrichenen Häuser sind wahrscheinlich die bekanntesten Wohnhäuser der Stadt.

 

 

Stadterkundung 3

Vor unserem Rückflug hatten wir nochmals einen Tag zur freien Verfügung, den wir erneut für einen Ausflug in die Stadt. Dieses Mal stand nochmals Chinatown auf dem Plan, sowie ein Bogen in den Central Business District. Abends haben wir dann nochmals das Westfield San Francisco Shopping Center besucht.

 

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