Südindien (Kerala) und Sri Lanka – Kovalam Beach, Thiruvananthapuram & Neyyar Dam

The Leela Kovalam

Wir hatten uns überlegt, dass wir uns mal wieder ein richtig schönes Hotel buchen, die Wahl fiel auf das Leila in Kovalam. Der Empfang war dann dementsprechend auch das, was man als „standesgemäß“ bezeichnen würde. Statt an der Rezeption zu stehen konnten wir uns setzen – und bekamen sogleich erst kalte Handtücher gefolgt von Getränken. Ein bisschen später wurde uns dann noch ein Upgrade in eine bessere Zimmerkategorie angeboten, ein Angebot, welches wir angenommen haben.

Allerdings hat uns das Hotel während unseres Aufenthalts nicht wirklich begeistert, denn dazu ist zu viel schief gegangen. Wir wurden abends regelmäßig – trotz „Do not Disturb“-Hinweis – durch das Klopfen oder Klingeln von Hotelmitarbeitern gestört, und dann wussten diese teils nicht einmal mehr, warum sie eigentlich gerade bei uns an der Tür standen. Dem Zimmer selbst konnte man ansehen, dass es zwar mal sehr schön gewesen war, aber seither eben doch schon etwas „abgewohnt“ war.

Die Spitzenleistung war aber, dass wir eines Abends ins Hotel zurück kamen und unsere Tür unverschlossen und nicht richtig zu gezogen vorfanden: das Schloss hatte uns zwar auch schon ein paar Mal geärgert, aber wir haben immer von außen am Türgriff gezogen um sicher zu sein, dass die Tür wirklich geschlossen ist: die Mitarbeiter vom Hotel haben dies leider nicht getan, und so stand die Tür offen.

Auch wenn nichts gestohlen worden war – so etwas ist inakzeptabel.

Nur das Frühstück – die Speisen, aber vor Allem auch die Aussicht – haben uns mit dem Hotel jeden Tag aufs neue versöhnt… aber buchen werden wir hier so schnell kein Zimmer mehr.

 

Hawah Beach & Lighthouse Beach

Kovalam verfügt über zahlreiche Strände, zwei der beliebtesten sind Hawah Beach und Lighthouse Beach. Dabei liegt Lighthouse Beach direkt an der Promenade von Kovalam, einer ca. 500m langen Reihe von Geschäften und Restaurants direkt oberhalb von einem, normalerweise, schönen und breiten Sandstrand. An den Tagen, an denen wir hier waren, war allerdings das Meer großteils ziemlich weit in Richtung der Mauer der Promenade herangerückt, der Strand teilweise nur noch wenige Meter breit.

Beim nächsten Besuch hier will ich dann auch mal probieren, auf den Leuchtturm hinauf zu steigen, um den Blick von dort oben zu haben.

Auf der nördlichen Seite des Felsens, der die beiden Strände trennt, befindet sich Hawah Beach, ein sehr breiter und feinsandiger Strand. Am südlichen Ende befinden sich meist einige Händler, die sehr lecker riechendes Essen verkaufen – probiert hatten wir es nicht, da wir uns zum Essen fast immer in den Crab Club begeben haben.

Am Hawah Beach hat man zudem einen ausgesprochen guten Blick auf den Sonnenuntergang.

 

Sivananda Yoga Vedanta Dhanwantari Ashram, Neyyar Dam

Im Jahr 2012 hatte Sabrina – kurz vor unserer damaligen Indien & Nepal Rundreise – eine dreimonatige Auszeit genommen gehabt – und nun konnte ich endlich mal den Ort kennen lernen, an dem sie sich in dieser Zeit zum Großteil aufgehalten hat: dem Sivananda Yoga Vedanta Dhanwantari Ashram in Neymar Dam. Meine Bilder zeigen leider nur einen kleinen Teil der Anlage, nicht zuletzt, da es während unseres Aufenthalts anfing, heftig zu regnen. Außerdem sind natürlich auch bestimmte Anblicke – der Staudamm am Morgen, der Sonnenauf- oder -untergang über den Bergen – nicht ohne einen Aufenthalt im Ashram zu sehen.

Allerdings ist auch schon in manchen im Internet zu findenden Bewertungen des Ashrams ein eindeutiges Problem zu erkennen: die meisten haben nicht verstanden, worum es hier eigentlich geht.

Ein Ashram ist nicht, wie es tatsächlich in einem Reiseführer (der mit dem einsamen Planeten) stehen soll, ein „great place to meet people“ – hier geht es um ein bestimmtes Thema, und dieses lautet Yoga, sowie die dahinterstehende Lehre. Wer einen Urlaub auf dem Land mit langem Ausschlafen und 5-Sterne-Service erwartet, ist hier falsch. Das Programm beginnt früh, täglich stehen mehrere Stunden Yoga (am Morgen und am Nachmittag) auf dem Programm, es gibt Vorlesungen, Meditation, Satsangs.

Wer einfach nur Urlaub haben möchte, ist am Strand in Kovalam oder in ähnlichen Orten definitiv deutlich besser aufgehoben. Und genau dahin sind wir nach unserem kurzen Aufenthalt im Ashram auch wieder zurück gefahren.

 

Leela Beach

Fairerweise muss ich dazu sagen, dass dieser Strand eigentlich gar nicht „Leela Beach“ heißt, sondern „Grow Beach“, zumindest laut Google Maps. Allerdings ist ein Teil davon für Gäste des Leela Hotels vorbehalten, außerdem habe ich zumindest am gesamten Strand nirgendwo einen Hinweis auf den eigentlichen Namen gefunden.

Neben dem „privaten“ Teil des Strandes befindet sich ein breiter und schöner Sandstrand, an dem zahlreiche Fischer ihre Boote stehen haben. Auch die Netze werden hier repariert und nach Benutzung getrocknet. Am anderen Ende, vom Leela aus gesehen, des Strandes befindet sich eine Moschee sowie zahlreiche kleinere Geschäfte.

 

Ein Tagesausflug nach Thiruvananthapuram

Natürlich wollten wir während unseres Aufenthalts auch einen Ausflug nach Thiruvananthapuram, ehemals Trivandrum, unternehmen – vor Allem, nachdem bereits der Ausflug nach Kochi bzw. Ernakulam ausfallen musste, da zu diesem Zeitpunkt dort Dengue Fieber gemeldet wurde.

Also haben wir  uns einen der regelmäßig vor dem Eingang unseres Hotels abfahrenden Busse geschnappt und sind in die Hauptstadt Keralas gefahren.

 

Sri Padmanabhaswamy Temple

Die Sehenswürdigkeit von Thiruvananthapuram, die wir vor Allem sehen wollten, war der Sri Padmanabhaswamy Tempel, der sich, zu unserer Überraschung, fast schon direkt neben dem Busbahnhof befand. Der Ende des 18. Jahrhunderts gebaute Tempel ist der Gottheit Padmanabha geweiht, welche eine der Erscheinungsformen des Gottes Vishnu ist.

Das auffälligste Merkmal des Tempels ist der ca. 17 Meter hohe Turm über einem der neun Tore, welcher mit zahlreichen Figuren verziert ist. Im Inneren, welches nicht-Hindus nicht betreten dürfen, des Tempels befindet sich ein Bild von Vishnu, auf der Schlange Ananta ruhend. Thiruvananthapuram – die „Heilige Stadt Anantas“ verdankt eben dieser Schlange seinen Namen.

 

Vom Busbahnhof bis zum University Stadium

Nach dem Besuch des Sri Padmanabhaswamy Tempels (ja… für den Namen benutze ich tatsächlich Copy + Paste… 🙂 …) sind wir Mahatma Gandhi Road (ortsüblich einfach als „MG Road“ abgekürzt) entlang gelaufen. Neben dem, für Indien ja nicht unüblich, beeindruckend lauten und chaotisch wirkenden Straßenverkehr kamen wir an zahlreichen schönen Gebäuden, der Residenz des Chief Ministers von Kerala, der Universität und zwei großen Stadien vorbei. Dann waren wir jedoch einigermaßen erledigt und haben uns per Rickshaw wieder zurück zum Busbahnhof bringen lassen, um wieder zurück nach Kovalam zu fahren.

 

Sonnenuntergang am Hawah Beach

Nach unserer Rückkehr machten wir uns auch alsbald wieder auf den Weg in Richtung Crab Club, zum Abendessen. Auf dem Weg dorthin haben wir jedoch am Hawah Beach eine Pause eingelegt, um einem, wieder einmal, herrlichen Sonnenuntergang zuzusehen.

 

Morgens in Kovalam

Am nächsten Morgen bin ich früh aufgestanden, da Sabrina eine frühe Yogastunde belegt hatte. Ich habe die Gelegenheit genutzt, mal das Treiben im Ort am frühen Morgen zu beobachten und zu fotografieren… um mich dann allerdings auch im Hotel gemütlich an den Frühstückstisch zu setzen und den herrlichen Ausblick zu genießen 🙂

 

Tagsüber in Kovalam

Nach dem Frühstück, und nach einem bisschen Ausruhen, haben wir uns mal wieder auf den Weg in Richtung Lighthouse Beach begeben…

 

Sonnenuntergang am Hawah Beach

Ich vermute, dass Sie jetzt ein gewisses Déjà-vu-Erlebnis empfinden…

Ja, noch ein Sonnenuntergang. Ich muss allerdings auch ganz einfach zugeben, dass mir diese Sonnenuntergänge am Hawah Beach ganz einfach sehr gefallen haben. Außerdem war an diesem Tag das Wetter auch besser, wobei die verbleibenden Wolken das Ganze Spektakel dann doch noch ziemlich dramatisch haben erscheinen lassen.

 

Abends im Crab Club

Nun war er gekommen, der Abend vor der Abreise aus Indien: also haben wir uns wieder in den Crab Club begeben, um dort nochmals hervorragendes Essen sowie einen richtig guten Blick über die Promenade von Kovalam sowie den Lighthouse Beach genießen zu können.

Am späteren Abend gab es dann noch einen kleinen Schreckensmoment: uns fiel auf, dass wir uns überhaupt nicht um das Visum für Sri Lanka gekümmert hatten – was schlecht war, da wir am nächsten Morgen eben genau dorthin fliegen würden. Allerdings kam schnell die Entwarnung: das Visum für Sri Lanka gibt es per elektronischer Registrierung im Internet, außerdem war es für unseren doch sehr kurzen Aufenthalt auch noch kostenlos.

Insofern stand unserem ersten Aufenthalt auf Sri Lanka nichts mehr im Weg.

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