Südindien (Kerala) und Sri Lanka – Vypin Island

Nach einem circa 10-stündigen Flug von Frankfurt nach Colombo, drei Stunden Umsteigezeit und einem weiteren einstündigen Flug nach Kochi waren wir mal wieder in Indien angekommen. Für mich war es die zweite Reise nach Indien, für Sabrina immerhin schon die Dritte.

Nach unserer Ankunft wurden wir zunächst für Passagiere des Emirates Fluges gehalten, der kurz nach uns eingetroffen war: daher wurden wir erst einmal vom Einreiseschalter wieder zurück zu einem anderen Schalter zurück geschickt, bei dem man ein Formular mit medizinischen Infos ausfüllen musste – scheinbar als Sicherheitsmaßnahme, um die Einreise von potentiellen Ebola-Trägern nach Indien zu vermeiden.

Auf Nachfrage, warum wir dieses Formular ausfüllen sollten wurde uns geantwortet, dass auf unserem Flug aus Dubai ja auch Passagiere aus Afrika an Bord gewesen sein könnten – nur, dass wir ja überhaupt nicht aus Dubai angekommen waren. Nachdem wir darauf hingewiesen hatten, dass wir aus Colombo angekommen waren, durften wir direkt einreisen, ohne zunächst Auskunft über unsere Gesundheit zu geben.

Wie üblich haben wir nach der Einreise erst einmal etwas Geld gewechselt und uns eine Prepaid-Taxi organisiert. Leider wurde der Taxifahrer allerdings von den anderen Mitarbeitern der Taxifirma schlecht informiert, denn er hatte scheinbar nicht die geringste Idee, wie er zu unserem Hotel kommen sollte. Als er, nach mehreren kurzen Stopps, dann doch endlich mit uns am Cherai Beach angekommen war, wollte er nochmals nachverhandeln, da er uns klar machen wollte, dass unser Hotel ja nicht mehr an diesem Strand liegen würde und wir somit extra zahlen müssten.

Am Resort angekommen haben wir ihm zwar etwas Trinkgeld gegeben, aber nichts in der Höhe von dem, was er eigentlich nachgefordert hatte – schließlich hatten wir das Taxi ja vorab bezahlt. Er beschwerte sich nicht sondern stieg wieder in sein Fahrzeug und fuhr weg.

 

Der erste Abend auf Vypin Island

Im Hotel bekamen wir beim Check-In folgenden Hinweis: zum Sonnenuntergang sind im Resort viele Mosquitos unterwegs, daher sollten wir am Abend die lieber einfach an den Strand gehen, bis die Sonne untergegangen ist. Das war allerdings sowieso schon unser Plan gewesen.

Nachdem wir uns die Rückstände des Fluges vom Körper geduscht und uns etwas ausgeruht hatten, haben wir erst noch einen kleinen Snack zu uns genommen und sind dann zum Strand gegangen, um den Sonnenuntergang über dem Indischen Ozean zu genießen.

 

Die Backwaters am Morgen

Unser Resort, das (übrigens sehr empfehlenswerte) Les 3 Elephants, befindet sich auf einer recht schmalen Insel, Vypin Island. Auf der westlichen Seite der Insel befindet sich der schon erwähnte Indische Ozean, auf der östlichen Seite einer der Kanäle, für die die Backwaters bekannt sind.

Während unseres Aufenthalts bin ich jeden Morgen zum Sonnenaufgang aufgestanden und habe mich an das Wasser gesetzt. Die Strukturen, die von den Fischern hier im Wasser erbaut wurden, wären es selbst bei normalem Licht schon wert, fotografiert zu werden.

Am ersten Tag habe ich die Fischer noch nur aus der Distanz bei ihrer morgendlichen Arbeit beobachten können, aber bereits am zweiten Morgen verlagerten sie ihren Arbeitsbereich direkt vor das Les 3 Elephants.

Les 3 Elephants

Unsere Unterkunft, das Les 3 Elephants, befindet sich auf Vypin Island, welche im Westen am Indischen Ozean und im Osten an den Backwaters liegt – beide Tatsachen waren auf den vorherigen Seiten ja schon auf Fotos zu sehen.

Von unserem Bungalow aus brauchten wir ungefähr 30 Sekunden zu den Backwaters, dort war auch ein Tisch und Stühle aufgestellt worden. Zum Indischen Ozean brauchte man ca. 3 bis 5 Minuten, je nachdem, wie gemütlich man gegangen ist.

Wir haben uns in diesem Resort sehr wohl gefühlt – und das lag nicht nur an der idyllischen Lage: die Zimmer waren sehr schön eingerichtet, das gesamte Resort war sehr gepflegt, außerdem wird hier auch auf Umweltfreundlichkeit wert gelegt. Aber vor Allem die Küche hat es uns auch sehr angetan. Nun mögen wir beide indisches Essen sehr gerne, und die hier servierten Speisen haben diese Vorliebe nur noch weiter bestärkt.

Mit IndiGo nach Thiruvananthapuram

Nach ein paar Tagen ging es für uns am frühen Morgen wieder zurück zum Flughafen: erfreulicherweise wusste der Taxifahrer auf dem Rückweg dann doch besser, wie man ans Ziel kommt.

Einen Haken gab es allerdings: in Kerala streikten an diesem Tag die Taxifahrer. Das Ergebnis war, dass wir zwar von einem Taxifahrer, aber eben nicht in einem Taxi, gefahren wurden. Erreicht haben wir den Flughafen natürlich trotzdem.

Am Flughafen angekommen haben wir recht schnell einchecken können, sind dann durch die üblichen Sicherheitskontrollen gegangen – wie immer in Indien nach Männern und Frauen getrennt – und haben dann im Wartesaal auf unseren Abflug nach Süden gewartet.

Auch wenn wir ansonsten nicht gerade Fans von Low-Cost-Carriern sind, in Indien ist die IndiGo Airlines unsere bevorzugte Fluggesellschaft: moderne Flugzeuge, sehr freundlicher Service, gute Preise, gute Flugzeiten, auf unseren bisherigen Flügen immer pünktlich – was kann man sich mehr wünschen.

Und so brachte uns auch auf diesem Flug ein nur 11 Monate alter Airbus A320-200 sicher an unser Ziel, die südlich gelegenen Hauptstadt Keralas: Thiruvananthapuram.

Von hier aus ging es für uns weiter nach Kovalam, allerdings hatten wir natürlich wieder das gleiche Problem wie in Kochi: es fuhren keine Taxen. Aber auch hier fand sich schnell ein Fahrer, der uns zu unserem Ziel brachte.

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