Indien & Nepal 2012: Ab in die Berge nach Pokhara

Am 11. April hieß es dann Abschied nehmen vom Chitwan Nationalpark, es ging weiter ins Landesinnere und somit in die Berge: das Ziel des Tages hieß Pokhara.

Auch wenn die eigentliche Distanz bis zu unserem Ziel nicht wirklich groß war – nicht ganz 200 Kilometer – war unsere Fahrtzeit mit etwas über 6 Stunden doch eher lang, aber die Straßenverhältnisse in Nepal sind nun einmal anders als alles, was man in Europa vorfinden kann.

Vom Nationalpark aus ging es zunächst etwas zurück bis Bharatpur, bevor wir auf den Narayanghat-Mugling-Highway kamen – das Wort „Highway“ jetzt aber bitte nicht mit einer gut ausgebauten, 4- bis 6-spurigen Straße assoziieren. Diese Straße ist allerdings auch eine der wichtigsten Straßen von Nepal, sämtlicher Güterverkehr zwischen Indien und der Region um die Hauptstadt Kathmandu läuft über diesen Highway. Ist er gesperrt, erhält Kathmandu – zumindest über die Straße – keinen Nachschub mehr, alles müsste eingeflogen werden. Entsprechend sieht man auch einiges an Baustellen entlang dieses Highways, was aber scheinbar auch eher dazu geeignet ist, den schlechten Zustand zumindest nicht weiter absinken zu lassen als den Zustand der Straße auf ein gutes Niveau zu heben… aber immerhin ist die Straße zum größten Teil asphaltiert und nicht einfach nur loses Geröll.

An der Ortschaft Mugling ging es dann über die Trishuli Bridge auf die andere Seite des Flusses und noch mehr hinein in die Berge – und mit den Bergen kamen die Serpentinen, und mit diesen kam die Erkenntnis, dass weder Sabrina noch ich Fans von kurvenreichen Straßen sind, sobald wir nicht selbst am Steuer des Fahrzeuges sitzen… aber mit der einen oder anderen Pause, die eingelegt wurde, war die Fahrt zu überstehen. Bei einem Zwischenstopp baten wir dementsprechend Khushwant (unseren Reiseleiter), ob er versuchen könnte, für uns Plätze auf einem Flug von Pokhara nach Kathmandu zu bekommen; nach einigen Telefonaten teilte er uns mit, dass es noch nicht 100%ig sicher sei, aber aller Wahrscheinlichkeit  nach würden wir Plätze bekommen.

Und so versuchten wir, die Landschaft um uns herum weiter zu genießen, auch wenn wir an einer Stelle durch ein am Straßenrand in einer Kurve liegendes LKW-Wrack an die Gefahren der Straßen erinnert wurden. Einige Zeit nach besagtem Zwischenstopp wurden die Kurven aber auch wieder großzügiger ausgelegt, die Straße bestand auch wieder aus längeren geraden Abschnitten, wodurch sich die Reise dann auch wieder angenehmer gestaltete.

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