Indien & Nepal 2012: Eine Stunde auf dem Rücken eines Elefanten

Im Chitwan Nationalpark war für uns ein voller Tag eingeplant, ein Tag, an dem reichlich Aktivitäten angeboten wurden: von vorn herein für uns gebucht war ein einstündiger Ausritt auf einem Elefanten.

Für uns bedeutete das mal wieder frühes Aufstehen, bevor wir mit zwei Fahrzeugen an den Startplatz des Ausritts gefahren wurden: zumindest ich war dann doch etwas überrascht zu sehen, dass es hier fast schon zu ging wie auf einem Bahnhof, dutzende Touristen, die in Vierergruppen in die niedrigen Holzgestelle auf den Rücken der Elefanten gesetzt wurden, bevor für sie auf die Tour ging.

Also warteten wir, bis wir an der Reihe waren und kletterten dann über eine große Holztreppe auf eine Plattform, von der wir auf den Elefantenrücken klettern konnten.

Nach wenigen Momenten war schon klar, dass es nicht die gemütlichste Stunden meines Lebens werden würde, zum einen neigte sich das gesamte Gestell in dem wir saßen immer mal wieder bedenklich nach rechts oder links, zum anderen drückte das Holzgestell, in dem wir saßen, deutlich von unten in unsere Beine hinein – nach der Tour war nicht nur ein Bein eingeschlafen.

Dann ging es los, zuerst durch den Fluß hindurch, dann über eine Wiese hinweg in den Wald – oder sollte man „Jungel“ sagen? – hinein.

Über schmale Pfade gelangten wir immer tiefer in den Wald hinein, wobei es teilweise mitten durch größere Spinnennetze hindurch ging – erfreulicherweise waren die Spinnen wohl alle gerade nicht daheim, auch einiges an kleineren Ästen und Büschen befand sich regelmäßig mitten im Weg und schlugen einem ins Gesicht, falls man das Ganze nicht schnell genug mit den Händen bzw. Armen abgewehrt hat… aber schließlich waren wir ja auch hier, um den Jungel zu sehen, nicht ein Forstgebiet mit breiten Wanderwegen.

Im Chitwan Nationalpark gibt es sehr viele Tiere zu sehen, Nashörner, Pythons und Kobras, Krokodile, Affen, Leoparden und Tiger – gesehen haben wir allerdings nur Dammwild, Wildschweine und Insekten, Vögel haben wir gehört, aber kaum gesehen.

Insgesamt war die Zeit auf dem Elefanten nicht schlecht, aber ob ich einen solchen Ritt nochmals buchen würde, wage ich zu bezweifeln…

Schön war zumindest noch der Abschluss: nachdem wir unterwegs hatten zusehen müssen, wie einer der anderen Führer mit einem Metallstab auf „seinen“ Elefanten eingeschlagen hat, konnten wir noch sehen, wie gut sich Mensch und Elefant – unser Führer und der Elefant, auf dem wir gerade geritten waren – verstehen können: die beiden wirkten wie ein Team, die Bilder dazu zeigen es vielleicht schon.

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